© sanneberg / shutterstock.com

Der erste Eindruck zählt: 10 Tipps, die Sie sofort sympathisch wirken lassen

Christiane Peters am 22.04.2021
ca. 1576 Worte
ungefähre Lesezeit 5 Minuten 43 Sekunden
Der erste Eindruck zählt: 10 Tipps, die Sie sofort sympathisch wirken lassen
© pathdoc | shutterstock.com
Inhalt:
  1. Was bedeutet Sympathie?
  2. Warum empfinden wir manche Menschen überhaupt sympathisch?
  3. Darum ist Sympathie wichtig
  4. So bauen Sie Sympathie auf! 10 DO`S für mehr Sympathie
    1. DO 1: Sprechen Sie Ihren Gesprächspartner mit seinem Namen an
    2. DO 2: Hören Sie zu und schenken Sie Aufmerksamkeit
    3. DO 3: Punkten Sie mit Verständnis
    4. DO 4: Zeigen Sie Persönlichkeit
    5. DO 5: Sagen Sie, was Sie an einer Person mögen
    6. DO 6: Punkten Sie mit Spontaneität
    7. DO 7: Achten Sie auf Ihre Körpersprache  
    8. DO 8: Praktizieren Sie Verlässlichkeit
    9. DO 9: Strahlen Sie Zufriedenheit aus
    10. DO 10: Lernen Sie mit Kritik umzugehen
  5. So verwandeln Sie Sympathie in Antipathie!
    1. DON´T 1: Spielen Sie sich nicht als Besserwisser auf
    2. DON´T 2: Verabschieden Sie sich vom Perfektionismus
    3. DON´T 3: Jammern Sie nicht ständig
    4. DON´T 4: Kontrollieren Sie Ihre Emotionen
    5. DON´T 5: Verabschieden Sie sich von übertriebenem Egoismus

Der erste Eindruck zählt und für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance – wir alle kennen diese Weisheiten. Es ist jedoch tatsächlich etwas dran: Ob wir jemanden mögen oder nicht, entscheidet sich sehr schnell. Unser erstes Urteil steht oft schon innerhalb der ersten Sekunden. Dazu müssen wir nicht eine einzige Information über Karriere, Ansichten oder Bildungsniveau der Person haben. Unsere Einordnung in Freund oder Feind ist blitzschnell vollzogen. Woran liegt es, dass wir den einen Menschen sympathisch finden und den anderen nicht? Was ist das Geheimnis des Sympathieträgers und wie schafft er es, auf andere so positiv zu wirken?

Was bedeutet Sympathie?

Der Begriff Sympathie stammt aus dem Lateinischen, bedeutet wörtlich übersetzt „mitfühlen“ und beschreibt eine spontane Zuneigung. Sympathie ist eine positive emotionale Reaktion auf einen Reiz, der von einem anderen Menschen ausgeht.

Warum empfinden wir manche Menschen überhaupt sympathisch?

Ob jemand Sympathie oder Antipathie für einen Menschen empfindet, ist eine individuelle Sache. Es gibt jedoch einige Muster, denen die Sympathie folgt. Wir haben es alle schon einmal erlebt: Da betritt plötzlich eine Person den Raum, die in Sekundenschnelle die Blicke auf sich zieht und die Herzen gewinnt. Ihre Ausstrahlung, ihre Gestik, ihr Erscheinungsbild und ihre Stimme fesseln. Als sympathisch wird ihr selbstbewusstes und engagiertes Auftreten wahrgenommen. Ihre Ehrlichkeit und Authentizität ziehen uns an, in ihrer Umgebung fühlen wir uns wohl.

Woher haben diese Menschen diese besondere Aura? Der ein oder andere mag ein Naturtalent sein, die Wenigsten haben diese Gabe jedoch in die Wiege gelegt bekommen. Die positive Nachricht: Sympathie ist kein Zufall und kann zu einem guten Teil gelenkt werden! Viele dieser Sympathiefaktoren sind nämlich erlernbar. Jeder kann also selbst an sich arbeiten und einiges dafür tun, Sympathie aufzubauen und auf sein Gegenüber sympathisch wirken. Das zahlt sich nicht nur im Job, sondern auch im Privatleben aus.

Darum ist Sympathie wichtig

Sympathie ist ein wesentlicher Schlüssel für erfolgreiche Beziehungen. Mangelt es daran, dann wird es für ein gutes Miteinander schwierig. Das wissen die meisten von uns und das belegen auch verschiedene Untersuchungen, die zeigen, Menschen mit sympathischer Ausstrahlung werden häufiger angesprochen. Ihre offene und warmherzige Art ist der Grund dafür, dass offensichtlich niemand Angst vor der Kontaktaufnahme hat.

Im Umkehrschluss bedeutet das, Sympathieträger haben oft viele Kontakte, die ihnen insbesondere beruflich nützlich sein können:

  • Das zahlt sich zum Beispiel bereits im Vorstellungsgespräch aus. Wenn Sie sich sympathisch präsentieren, erzeugen Sie eine positive Grundstimmung, die sich auch auf den Personaler auswirkt. Er wird Ihnen freundlich gegenübertreten. Was letztendlich auch die Entscheidung für den Job positiv beeinflussen kann.
  • Sympathieträgern wird auch mehr Vertrauen geschenkt. Das wiederum stärkt deren eigenes Selbstbewusstsein und motiviert, Aufgaben verantwortungsbewusst zu erledigen. Im Beruf werden diese Menschen als teamfähig und engagiert eingeschätzt, denen man auch die Bewältigung größerer Herausforderungen zutraut.  

So bauen Sie Sympathie auf! 10 DO`S für mehr Sympathie

Das Geheimnis eines sympathisch wirkenden Menschen lässt sich ohne Weiteres lüften. Jeder kann durch seine Verhaltensweisen Sympathie aufbauen und sich zu einem Menschen entwickeln, dessen Nähe man gerne sucht. Wenn Sie die folgenden Tipps berücksichtigen, können Sie beruflich und privat auf der Sympathieleiter nach oben steigen.

DO 1: Sprechen Sie Ihren Gesprächspartner mit seinem Namen an

Eine einfache, aber nicht zu unterschätzende Geste können Sie bereits bei der Begrüßung umsetzen. Sprechen Sie Ihr Gegenüber mit dem Namen an und verwenden Sie seinen Namen, wenn es möglich ist, auch während des Gesprächs. Sie können sicher sein, dass Sie damit auf Wohlwollen stoßen und Sympathiepunkte sammeln, weil Ihr Gesprächspartner sich wertgeschätzt fühlt. Wir Menschen sind nun einmal so, dass wir kaum etwas so gerne hören wie unseren eigenen Namen.

DO 2: Hören Sie zu und schenken Sie Aufmerksamkeit

Im Gespräch mit Ihrem Gegenüber sollten Sie ihm die volle Aufmerksamkeit entgegenbringen. Fallen Sie Ihrem Gesprächspartner nicht ins Wort und gehen Sie auf das Gesagte ein. Wichtig ist es zudem, Blickkontakt zu halten. Zeigen Sie sich als guter Zuhörer und bringen Sie sich mit interessanten Äußerungen ins Gespräch ein. Das ist genauso so wichtig, denn sonst könnte Ihr Verhalten als Desinteresse interpretiert werden.  

DO 3: Punkten Sie mit Verständnis

Wenn Sie sich in die Lage Ihres Gegenübers hineinversetzen, geben Sie ihm das Gefühl, das Sie ihn verstehen. So entsteht ein Gefühl von Gemeinsamkeit und Verständnis. Und das führt zu Sympathie.

DO 4: Zeigen Sie Persönlichkeit

Vertrauenswürdige Menschen genießen hohe Sympathiewerte. Vertrauen können Sie aufbauen, indem Sie von sich erzählen und von Ihren besonderen Erfahrungen oder Erlebnissen. Sie können davon ausgehen, dass auch Ihr Gesprächspartner sich öffnet und von sich erzählt, weil er Ihnen vertraut und er das Gefühl hat, als würden sie sich schon lange kennen.

DO 5: Sagen Sie, was Sie an einer Person mögen

Wenn Sie eine Person mögen, dann dürfen Sie ihr das auch mitteilen. Das können Charaktereigenschaften, die Ihnen gefallen, aber auch Hobbys oder die Kleidung sein, die Sie faszinieren. Ist ein Kompliment ehrlich gemeint und wird es nicht inflationär kommuniziert, können Sie so Sympathiepunkte sammeln.

DO 6: Punkten Sie mit Spontaneität

Menschen, die offen für Neues sind und sich spontan für Aktivitäten entscheiden, schwimmen auf der Sympathiewelle schon einmal oben.  Wenn Sie sich bedeckt im Hintergrund halten oder zum Beispiel auf die Einladung zu gemeinsamen Aktivitäten mit Ablehnung reagieren, wenden sich andere schnell wieder von Ihnen ab. Nutzen Sie die Chance: Sie können sicher sein, Ihre gemeinsamen Erfahrungen und Erlebnisse führen dazu, dass die Sympathiewerte nach oben zeigen.  

DO 7: Achten Sie auf Ihre Körpersprache  

Mimik und Gestik senden wichtige Signale. Gerade beim ersten Zusammentreffen verraten sie viel über Ihre Persönlichkeit. Möchten Sie bei Ihrem Gesprächspartner in positivem Licht erscheinen, dann sollten Sie Folgendes beachten:

  • Nehmen Sie eine aufrechte Körperhaltung ein und geben Sie sich selbstbewusst.
  • Verschränken Sie Ihre Arme nicht vor Ihrem Körper, zeigen Sie eine offene Pose.
  • Suchen Sie Blickkontakt, halten Sie diesen und schauen Sie zwischendurch nicht auf den Boden.  
  • Lächeln Sie, das lässt Sie freundlich und interessiert erscheinen. In der Regel wird auch Ihr Gegenüber zurücklächeln. Doch Vorsicht: Das Lächeln sollte nicht aufgesetzt oder überheblich wirken.
  • Auch eine angemessene Berührung ist erlaubt. Ein freundliches Händeschütteln oder Schulterklopfen kann Ihre Sympathiewerte steigern. Denn durch den körperlichen Kontakt wird das Hormon Oxytocin, das sogenannte Bindungshormon, ausgeschüttet. Doch Achtung: Gehen Sie nicht so weit, dass Ihre Berührung als Flirtversuch interpretiert wird.

DO 8: Praktizieren Sie Verlässlichkeit

Menschen, auf die man sich verlassen kann, genießen unser Vertrauen und stehen auf der Sympathieskala ganz oben. Zeigen Sie sich als verlässlicher Partner in Ihrem alltäglichen Handeln und nicht nur in wichtigen Situationen. Wenn andere wissen, dass man sich auf Ihre Worte verlassen kann, dann werden Sie auch als Erstes angesprochen, wenn es um entscheidende Themen geht.

DO 9: Strahlen Sie Zufriedenheit aus

Es ist kein Geheimnis - wenn jemand mit sich selbst im Reinen ist, spiegelt sich diese Ausgeglichenheit in der gesamten Person wider. Das heißt nicht, dass diese Menschen keine „Macken“ haben. Schließlich ist niemand perfekt. Was sie jedoch so erfolgreich macht: Sie haben es verstanden, mit ihren „Fehlern“ umzugehen.    

DO 10: Lernen Sie mit Kritik umzugehen

Kritische Situationen gehören im Beruf und im Privatleben zum Alltag. Mit Kritik umzugehen und angemessen darauf zu reagieren, ohne beleidigt zu sein, zeichnet Menschen aus und verschafft ihnen Sympathiepunkte. Das bedeutet nicht nur, dass Sie Kritik an Ihrer Person akzeptieren, sondern auch, wie Sie selbst andere Menschen kritisieren. Doch bedenken Sie, kritisieren Sie nur die Sache, niemals den Menschen selbst. Achten Sie darauf, wie Sie die Kritik formulieren und welche Worte Sie wählen. Sie entscheiden darüber, ob eine Unstimmigkeit gelöst werden kann oder ob dauerhaft ein „Problem“ zwischen Ihnen beiden bestehen bleibt.

So verwandeln Sie Sympathie in Antipathie!

Einmal sympathisch, immer sympathisch: Weit gefehlt! Nicht jeder sympathische Zeitgenosse kann sich in Sicherheit wiegen, dauerhaft als solcher durchs Leben zu gehen. Denn schnell können sich bestimmte Verhaltensweisen in Antipathien verwandeln. Merkwürdige Äußerungen, Witze auf Kosten anderer oder entdeckte Lügen machen aus einem sympathischen Menschen einen abstoßend wirkenden.

Auf diese 5 Verhaltensweisen sollten Sie verzichten:

DON´T 1: Spielen Sie sich nicht als Besserwisser auf

Es gibt sie überall, bereits in der Schule waren sie extrem unbeliebt: Besserwisser, die ihrem Gegenüber immer zu verstehen geben, dass sie überlegen und schlauer sind. Mit dieser Eigenschaft macht man sich weder im Job noch im Privatleben Freunde. Arroganz bringt keine Sympathiepunkte.

DON´T 2: Verabschieden Sie sich vom Perfektionismus

Wenn Sie den Anspruch haben, immer alles perfekt umzusetzen, setzen Sie nicht nur sich selbst, sondern auch Ihr Umfeld unter Druck. Wer Fehler bei sich und anderen akzeptiert und toleriert, wirkt menschlicher und sympathischer.

DON´T 3: Jammern Sie nicht ständig

Nörgler stehen ganz oben auf der Liste der Antipathie: Wer nur jammert, in allem nur das Negative sieht, der wird von seinen Mitmenschen schnell als unangenehmer Zeitgenosse deklassiert. Die Nähe zu solchen Schwarzsehern sucht man eher nicht.

DON´T 4: Kontrollieren Sie Ihre Emotionen

Wutausbrüche lassen sich zwar manchmal nicht vermeiden, doch Menschen, die sich plötzlich zu schreienden Cholerikern entwickeln und die Kontrolle über ihre Emotionen verlieren, katapultieren sich schnell ins Aus.   

DON´T 5: Verabschieden Sie sich von übertriebenem Egoismus

Menschen, die immer nur sich selbst sehen und ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche in den Mittelpunkt stellen, wirken früher oder später auf andere unsympathisch.  

Sympathische Menschen haben es leichter im Beruf und im Privatleben. Man muss jedoch über kein besonderes Talent verfügen, um auf andere positiv zu wirken und als angenehmer Zeitgenosse wahrgenommen zu werden. Wie oben beschrieben, sind viele dieser Sympathiefaktoren erlernbar, um Schritt für Schritt in Sachen Sympathiegewinn voranzukommen. Jeder hat es also selbst in der Hand, durch bestimmte Fähigkeiten und Verhaltensweisen bei seinen Mitmenschen einen guten Eindruck zu machen.